Umgang mit der Corona Krise: Informationen für Arbeitgeber

Die Angst vor dem Coronavirus ist allgegenwärtig. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ihr als Unternehmer euch gegen das Virus wappnen könnt und wo der Staat hilft.

Welche Versicherungen bei Corona greifen – und welche nicht

Leider decken die meisten Betriebsunterbrechungsversicherungen nur Sachschäden, wie Diebstähle, Feuer- und Wasserschäden oder Schäden, die durch Wetterereignisse hervorgerufen werden, wie zum Beispiel Blitzeinschläge. Schäden, die durch Krankheiten oder Pandemien entstehen, sind im Versicherungsschutz nur selten inbegriffen. Wenn er Anbieter Ausfälle auf Grund von Krankheiten miteinbezieht, die in Artikel 6 des Infektionsschutzgesetz verzeichnet werden, zahlt die Versicherung im Schadensfall.

Das Infektionsschutzgesetz führt meldepflichtige Krankheitserreger auf – seit kurzem auch das Coronavirus. Falls ein Betriebsinhaber erkrankt, dessen Versicherung den Krankheits- und Pandemiefall miteinbezieht, zahlt diese unter der Bedingung, dass der Inhaber für das Funktionieren des Betriebes unerlässlich ist.

Anders stellt sich die Situation bei der Ertragsausfallversicherung dar. Diese greift ausschließlich bei Sachschäden.

Wenn ihr wegen Corona euren Betrieb komplett schließen müsst, greift eine Betriebsschließungsversicherung, falls diese den Seuchen- und Pandemiefall einschließt. Je nach Anbieter kann eine Betriebsschließungsversicherung verschiedene Entschädigungen anbieten.

Unter anderem kann diese Versicherung für die Desinfektion von Unternehmensräumen aufkommen, Lohnkosten decken und Entschädigungen für Schließungstage zahlen. Auch wenn zusätzliche Werbungskosten anfallen oder Warenschäden entstehen kann eine Betriebsschließungsversicherung greifen

Wer bei Arbeitsausfall durch Kita- und Schulschließungen zahlt

Wer zahlt, wenn Mitarbeiter wegen der Kita- und Schulschließungen mit ihren Kindern zuhause bleiben müssen? Laut Gesetz zahlen Arbeitgeber den Lohn für fünf Tage, jedoch nur wenn die Kinder nicht von anderen Familienmitgliedern betreut werden können.

Wenn die Kinder von Arbeitnehmern selbst erkranken, besteht grundsätzlich keine Lohnfortzahlungspflicht von Seiten des Arbeitgebers, in diesem Fall wird Kinderkrankengeld von den Krankenkassen gezahlt. Das Kinderkrankengeld beträgt 70 Prozent des Bruttogehalts oder maximal 90 Prozent des Nettogehalts und wird pro Jahr bis zu 10 Arbeitstage lang für jedes Kind unter 12 Jahren gezahlt. Die Zahl der Kinderkrankengeldtage verdoppelt sich, wenn beide Elternteile berufstätig sind. Jedem Elternteil stehen maximal 25 Kinderkrankengeldtage zur Verfügung, Alleinerziehende erhalten bis zu 50 Tage lang Kinderkrankengeld pro Jahr.

Bei Privatversicherten und Auszubildenden steht der Arbeitgeber in der Pflicht Lohnfortzahlungen zu leisten. Auszubildende bei Erkrankung ihres Kindes Anspruch auf eine sechswöchige Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber.

Das Infektionsschutzgesetz führt meldepflichtige Krankheitserreger auf – seit kurzem auch das Coronavirus. Falls ein Betriebsinhaber erkrankt, dessen Versicherung den Krankheits- und Pandemiefall miteinbezieht, zahlt diese unter der Bedingung, dass der Inhaber für das Funktionieren des Betriebes unerlässlich ist.

Anders stellt sich die Situation bei der Ertragsausfallversicherung dar. Diese greift ausschließlich bei Sachschäden.

Wenn ihr wegen Corona euren Betrieb komplett schließen müsst, greift eine Betriebsschließungsversicherung, falls diese den Seuchen- und Pandemiefall einschließt. Je nach Anbieter kann eine Betriebsschließungsversicherung verschiedene Entschädigungen anbieten.

Unter anderem kann diese Versicherung für die Desinfektion von Unternehmensräumen aufkommen, Lohnkosten decken und Entschädigungen für Schließungstage zahlen. Auch wenn zusätzliche Werbungskosten anfallen oder Warenschäden entstehen kann eine Betriebsschließungsversicherung greifen

Was die Bundesregierung für Unternehmen tut

Die von der Bundesregierung beschlossenen Liquiditätshilfen sollen dafür sorgen, dass kein gesundes Unternehmen durch Corona insolvent wird und keine Arbeitsplätze verloren gehen. Falls Mitarbeiter z.b. wegen Lieferausfällen in Kurzarbeit gehen müssen, werden die Sozialbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden dem Arbeitgeber erstattet. Mehr Informationen zu den von der Bundesregierung beschlossenen Maßnahmen und wie ihr davon profitieren könnt, findet ihr in unserem Ratgeber.

Wie die vereinfachte Krankschreibung funktioniert

Aktuell müsst weder ihr noch eure Mitarbeiter zum Arzt gehen, wenn ihr euch wegen Problemen der oberen Atemwege (z.b. Erkältungen) krankschreiben lassen wollt. Für Krankschreibungen bis zu 7 Tage gilt die vereinfachte Krankschreibung. Es genügt in diesem Fall einen Arzt anzurufen. Darauf haben sich die kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des GKV-Spitzenverbandes geeinigt.

Entschädigung für Selbstständige bei Quarantäne

Selbstständige können im Fall einer behördlich angeordneten Quarantäne auf Unterstützung durch den Staat zählen. Falls ihr als Selbstständiger erkrankt, müsst ihr euch eigenständig beim Gesundheitsamt melden und bezieht im Falle einer Isolationsanordnung Krankengeld. In den ersten sechs Wochen erhaltet ihr eine Entschädigung, die sich nach dem durchschnittlichen Einkommen des vergangenen Jahres richtet. Danach erhaltet ihr reguläres Krankengeld.

Wenn ihr als Unternehmen euren Sitz in Bayern habt, gibt es spezielle Hilfen für euch. Mehr dazu erfahrt ihr hier.