Finanzielle Hilfen während der Corona-Zeit für Familien

Unterstützung und finanzielle Hilfen während der Corona-Zeit für Familien

Um die Ausbreitung des Virus während der weltübergreifenden Corona Krise zu verlangsamen, muss jeder Mensch seinen Teil beitragen. Hierbei ist es von Bedeutung, füreinander da zu sein, zuhause zu bleiben und sich gegenseitig zu beachten. Für die unterschiedlichen Personengruppen, wie bspw. Schwangere, ältere Menschen, Kinder, Familien und Engagierte bietet das Coronavirus einzigartige Herausforderungen. Während dieser besonderen Zeit lässt die Bundesregierung die Bürger nicht im Stich. Der folgenden Übersicht können Betroffene Familien sich über Unterstützungsmöglichkeiten von Seiten des Staates informieren. Die Liste, welche die verschiedenen Zuständigkeiten und Ministerien aufführt, wird ständig aktualisiert.

Kinderzuschlag im Notfall

Als Zusatz zum normalen Kindergeld können Familien einen Kinderzuschlag (KiZ) mit einer maximalen Höhe von 185 Euro pro Kind und Monat bekommen. Ob eine Familie über ein ausreichendes Einkommen verfügt, oder nicht wird durch mehrere Faktoren beeinflusst. Hierauf nimmt bspw. Einfluss, wie hoch die Kosten für Miete und Nebenkosten sind, wie viele Kinder in der Familie leben und in welchem Alter dieser sind, sowie wie viele Eltern zu der Familie gehören. Ein kleines Einkommen ist bspw. vorhanden, wenn eine Familie, mit zwei Elternteilen und zwei Kindern, bei denen 700 Euro Wohnkosten anfallen, über ein gemeinschaftliches Bruttoeinkommen zwischen ca. 1.600 und 3.300 Euro verfügt. Dies entspricht einem Nettoeinkommen von ca. 1.300 bis 2.400 Euro. Bei einem Einkommen der Familie in diesem Bereich besteht zu einer hohen Wahrscheinlichkeit die Möglichkeit, den Kinderzuschlag zu erhalten.

Als Grundlage für die Berechnung wird bisher der Durchschnitt des Einkommens der letzten sechs Monate verwendet.

Bedingt durch die Corona Krise gibt werden die Regelungen des bisherigen Kinderzuschlags nun zu einem „Notfall-KiZ“ geändert. Hierdurch soll ermöglicht werden, dass Familien, die durch ein geringeres Einkommen in Finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, schnell Hilfe bekommen können.

Hierfür sind die folgenden Regelungen aufgestellt worden:

  • Für Kinderzuschlag Anträge, welche im Zeitraum vom 1. April 2020 und dem 30. September 2020 gestellt werden, wird nicht das elterliche Einkommen der vergangenen sechs Monate zugrunde gelegt, sondern lediglich das Einkommen des letzten Monats vor der Stellung des Antrags Dies bedeutet bspw., dass für einen Antrag, der im Mai 2020 gestellt wird, das Einkommen des Monats April grundlegend ist. Auf diese Weise können Einkommens Ausfälle schneller kompensiert werden.
  • Die Eltern müssen außerdem nicht mehr die Höhe ihres Vermögens angeben. Hierdurch kann häufig ein höherer Kinderzuschlag gewährt werden und die Antragstellung erleichtert werden
  • Die Höhe des Einkommensbereich wird nicht geändert. Weiterhin können nur Familien mit einem niedrigen Einkommen einen KiZ bekommen.

Auch die Wohnkosten der jeweiligen Familie und etwaige Einkommen der Kinder müssen weiterhin angegeben werden. Diese sind grundlegend für die Berechnung der Höhe des KiZ.

Die Regelungen für den Notfall – KiZ gelt en für die Zeit vom 1. April bis 30. September 2020. Sie gehören zu dem von der Bundesregierung aufgestellten Sozialschutzpaket https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/sozialschutz-paket.html. Hierdurch werden größere Kapazitäten für den Notfal l- KiZ bei den Familienkassen der Bundesagentur für Arbeit geschaffen.

Der extra dafür eingerichtete KiZ- Lotse hilft betroffenen Familien dabei, zu prüfen, ob sie einen Anspruch auf den Notfall -KiZ haben. Der Notfall – Kinderzuschlag kann ab dem 01. April 2020 online beantragt werden https://con.arbeitsagentur.de/prod/kiz/ui/start.

Fragen zum Notfal – KiZ werden unter folgendem Link beantwortet: https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/corona/notfall-kiz

Elterngeld

Um beeinträchtigten Familien bei Problemen durch die Corona Krise zu helfen, werden die bisher bestehenden Regelungen des Elterngeldes erneuert. Das Ziel des Familienministeriums ist es, die Änderungen schnellst möglich etablieren zu können.

Der folgende Link beinhaltet weiterführende Informationen zu den vorgesehenen Änderungen bezüglich des Elterngelds während der Corona Krise: https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/corona/elterngeld-corona.

Fortzahlung des Lohnes bei Kinderbetreuung

Ab dem 16. März wurde die Schulpflicht aufgehoben und die Kitas und Schulen in allen deutschen Bundesländern geschlossen. Arbeitnehmern sowie Arbeitnehmerinnen ist es hierbei möglich ihrem Arbeitsplatz für eine kurze Zeit zwecks der Kinderbetreuung fernzubleiben, ohne dass sich dies auf den Lohn auswirkt. Dafür muss jedoch die Bedingung erfüllt sein, dass keine andere Möglichkeit für die Betreuung der Kinder verfügbar ist. Dies könnten bspw. Eltern in der Nachbarschaft, oder der Ehepartner sein. Diese Lohnfortzahlung für eine Gewährleistung der Kinderbetreuung wird jedoch nur für zwei bis drei Tage gewährt.

Für den Fall, dass Eltern Einbußen im Einkommen durch eine unbedingt notwendige Betreuung ihrer Kinder in Kauf nehmen müssen, soll die Möglichkeit zum Erhalt eines Lohnersatzes https://www.bmas.de/DE/Schwerpunkte/Informationen-Corona/sozialschutz-paket.html#doc866034bodyText10 angeboten werden.

Lohnersatz bedingt durch Schul- und Kitaschließungen

Wenn Eltern ihre Arbeit durch die Schließung von Kitas und Schulen nicht mehr ausüben können und hierdurch einen Verdienstausfall hinnehmen müssen, soll es für Sie möglich sein, eine Entschädigung zu erhalten. Hiermit sollen die Betroffenen gegen davor gesichert werden zu hohe Einbußen bei Ihrem Einkommen hinnehmen zu müssen.

Für einen Zeitraum von max. sechs Wochen können die betroffenen Eltern einen Ausgleich in Höhe von 67 % ihrer Nettoeinkommens (höchstens 2.016 Euro) erhalten. Diese Entschädigung wird vom Arbeitgeber ausgezahlt.

Diese Voraussetzungen müssen für den Erhalt einer Entschädigung erfüllt werden:

  • Der betroffene Elternteil muss erwerbstätig sein
  • Er muss sorgeberechtigt für das Kind sein
  • Das Kind muss jünger als 12 Jahre alt, oder
  • Aufgrund einer Behinderung hilfsbedürftig sein
  • Die Möglichkeit der Betreuung ist auf keine andere Weise zu gewährleisten (dies muss dem Arbeitgeber nachgewiesen werden, wenn er dies verlangt)

Für die Zeit, in der Kitas und Schulen aufgrund von Ferien generell geschlossen wären, ist keine Entschädigung möglich.

Weitere Informationen zum Lohnersatz aufgrund von Schul- und Kitaschließungen sind unter folgendem Link zu finden: https://familienportal.de/familienportal/meta/aktuelles/aktuelle-meldungen/lohnersatz-wegen-kita–und-schulschliessung/154680.

Weitere durch das Coronavirus bedingte arbeitsrechtliche Fragen werden unter folgendem Link https://www.bmas.de/DE/Presse/Meldungen/2020/corona-virus-arbeitsrechtliche-auswirkungen.html durch das Bundesministerium für Arbeit und soziales beantwortet.

Durch die Kitaschließungen bedingte Rückzahlung von Elternbeiträgen

Für die Rückzahlung von Elternbeiträgen sind die Kommunen und Länder zuständig. Durch einige Kommunen und Bundesländern haben die Betroffenen bereits eine Zusage bekommen, dass die im Voraus getätigten Zahlungen vollständig, oder teilweise erstattet werden. Beim Familien – Landesministerium des jeweiligen Bundeslandes sind weitere Informationen dazu erhältlich.

Notbetreuung

Ein Anspruch auf eine sog. „Notbetreuung“ für Elternteile, die in systemrelevanten Bereichen arbeiten. Hierzu gehören bspw. Mitarbeiter der Polizei, der medizinischen Versorgung, oder des Bereiches kritischer Infrastruktur. Die Regelungen bezüglich dieses Punktes sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. Auf den Internetseiten der Kommunen und Länder können weitere Informationen dazu eingesehen werden.

Kurzarbeitergeld

Die Arbeitszeit der Angestellten wird bei einer Kurzarbeit für einen vorübergehenden Zeitraum verringert. Durch die vom Coronavirus bedingten Folgen kann es derzeit häufig passieren, dass Arbeitgeber Kurzarbeit anmelden müssen. Die Beschäftigten sind dann dazu berechtigt, Kurzarbeitergeld zu erhalten, wenn der Arbeitgeber dieses beantragt. Familien mit Kindern erhalten hierbei einen höheren Betrag, als solche ohne Kinder.

Für Anträge ab dem 1. März sind die Regularien zum Erhalt des Kurzarbeitergeldes angepasst worden, um einen Verlust von Arbeitsplätzen zu vermeiden. Es müssen nun nur noch min. 10% der Beschäftigten von einem vorübergehenden Ausfall der Arbeit betroffen sein, um einen Antrag stellen zu können. Zuvor musste ein drittel der Angestellten betroffen sein. Ein weiterer neuer Punkt ist, dass die Sozialversicherungsbeiträge durch die Bundesagentur für Arbeit gänzlich erstattet werden.

Unter folgendem Link sind weitere Informationen der Bundesagentur für Arbeit zum Thema Kurzarbeit zu finden: https://www.arbeitsagentur.de/news/kurzarbeit-wegen-corona-virus.

Grundsicherung und Arbeitslosengeld

Seit dem 18. März sind die Bundesagentur für Arbeit und das Jobcenter vorübergehend geschlossen. Bereits bestehende Termine bei der Bundesagentur für Arbeit müssen von Betroffenen nicht extra abgesagt werden. Es entsteht keine Benachteiligung in Form von Sanktionen oder Rechtsfolgen. Bestehende Fristen bezüglich der Leistungen sind vorerst nicht mehr gültig. Wir diese Regelung wieder geändert werden die Betroffenen rechtzeitig benachrichtigt.

Die zentral genutzte Rufnummer der Arbeitsagenturen ist derzeit stark überlastet. Deshalb sollen bald lokale Rufnummern zur Verfügung stehen. Sobald dies geschehen ist, werden die Rufnummern über die Webseite der Bundesagentur für Arbeit bekannt gegeben. Das Antragsformular für das Arbeitslosengeld II kann heruntergeladen werden https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslosengeld-2/arbeitslosengeld-2-beantragen, für das Arbeitslosengeld kann der Antrag online gestellt werden https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslosengeld/so-beantragen-sie-arbeitslosengeld.

Die Möglichkeit zum Erhalt der Grundsicherung wird vereinfacht, um Betroffene vor einer Existenz bedrohenden Notlage zu bewahren. Personen, die erklären kein erhebliches Vermögen zu besitzen, können ohne das Ersparte aufzubrauchen die Grundsicherung erhalten. Während der ersten sechs Monate nach Gewährung des Antrags werden die Kosten für Heizung und Wohnung in vollem Umfang berücksichtigt. Somit soll vermieden werden, dass Betroffene aufgrund zu hoher Wohnkosten einen Umzug in Kauf nehmen müssen.

Verlegung der Arbeit ins Home – Office

Die Möglichkeit des Home – Office trägt dazu bei, die aktuelle Krise bestmöglich zu bewältigen. Die Arbeit von Zuhause aus kann durch spezielle Digitale Programme, z.B. für Projektmanagement, Cloud-Speicher, Videokonferenzen, Telefonkonferenzen, Textverarbeitung und Soziale Intranets, erleichtert werden. Eine Übersicht der unterschiedlichen Digitalen Programme für die Nutzung im Home-Office https://drk-wohlfahrt.de/sonderseiten/soziale-innovation-digitalisierung/werkzeuge/ ist vom Deutschen Roten Kreuz zusammengestellt worden. Hierbei wurde Acht darauf gelegt, dass die Datenschutzverordnung (DSGVO) der EU eingehalten (mindestens zu großer Wahrscheinlichkeit) werden.

Die zentral genutzte Rufnummer der Arbeitsagenturen ist derzeit stark überlastet. Deshalb sollen bald lokale Rufnummern zur Verfügung stehen. Sobald dies geschehen ist, werden die Rufnummern über die Webseite der Bundesagentur für Arbeit bekannt gegeben. Das Antragsformular für das Arbeitslosengeld II kann heruntergeladen werden https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslosengeld-2/arbeitslosengeld-2-beantragen, für das Arbeitslosengeld kann der Antrag online gestellt werden https://www.arbeitsagentur.de/arbeitslosengeld/so-beantragen-sie-arbeitslosengeld.

Die Möglichkeit zum Erhalt der Grundsicherung wird vereinfacht, um Betroffene vor einer Existenz bedrohenden Notlage zu bewahren. Personen, die erklären kein erhebliches Vermögen zu besitzen, können ohne das Ersparte aufzubrauchen die Grundsicherung erhalten. Während der ersten sechs Monate nach Gewährung des Antrags werden die Kosten für Heizung und Wohnung in vollem Umfang berücksichtigt. Somit soll vermieden werden, dass Betroffene aufgrund zu hoher Wohnkosten einen Umzug in Kauf nehmen müssen.

Auszubildende und Studierende

Auszubildenden und Studierenden, welche nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) gefördert werden, drohen keine finanziellen Nachteile durch die Corona Pandemie bedingte vorübergehende Schließung der Ausbildungsstätte. Weitere Informationen für BAföG – Empfänger können unter folgendem Link eingesehen werden https://www.bafög.de/informationen-fuer-bafoeg-gefoerderte-757.php. Fragen zur Ausbildungsförderung und der Corona – Krise wurden außerdem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter folgendem Link beantwortet https://www.bmbf.de/de/faq-ausbildungsfoerderung-und-corona-krise-11215.html.

Informationen bezüglich der Ausbildung und des Coronavirus werden von der Industrie- und Handelskammer (IHK) beantwortet: https://www.ihk-berlin.de/ausbildung/coronavirus-pruefungen-und-ausbildung-4738446. Die IHK vor Ort https://www.ihk.de/corona#ihk-finder kann Fragen zur konkreten Situation in der jeweiligen Region beantworten https://www.ihk.de/corona#ihk-finder.

Krisen Hilfe

Menschen die sich derzeitig in Krisensituationen befinden, finden bei den folgenden Angeboten Hilfe:

Weitere Anlaufstellen für Personen in Notlagen und Krisentelefone sind unter folgendem Link zu finden: https://familienportal.de/familienportal/lebenslagen/krise-und-konflikt/hilfe-und-beratung/krisentelefone-und-anlaufstellen-in-notlagen/124544.

Menschen mit Depressionen erhalten Hinweise für eine Unterstützung unter folgendem Link der Deutschen Depressionshilfe: https://www.deutsche-depressionshilfe.de/corona.

Unterstützung und Hilfe für Eltern

Eltern von Säuglingen sowie Schwangere finden Informationen und Tipps zu Nachbarschaftshilfe und häuslicher Quarantäne unter folgendem Link: https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/corona/informationen-eltern.

Gegen Langeweile bei Kindern können folgende Tipps helfen: https://familienportal.de/familienportal/familienleistungen/corona/tipps-kinder.

Weitere Informationen und Hotline Übersicht

Das Bundesministerium für Arbeit hält Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus bereit: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus.html.

Unter folgendem Linkhttps://www.zusammengegencorona.de/, hat das Bundesgesundheitsministerium  Informationen zum persönlichen Schutz und gegenseitiger Hilfe zusammengestellt.

Wenn Sie denken, dass Sie mit dem Coronavirus infiziert sind, rufen Sie Ihren Hausarzt an, oder rufen Sie unter der Nummer 116117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst an: https://www.116117.de/de/index.php.

Unbedingt beachten: Bei Verdacht einer Corona Infektion sollten Sie nicht ohne Ankündigung eine Apotheke oder eine Arztpraxis aufsuchen, um Ihre Mitmenschen zu schützen.

Folgende Hotlines bieten bundesweite Beratung:

  • 0800 011 77 22: Bundesweite Patientenberatung Deutschland
  • 030 346 465: Bürgertelefon des Bundesministerium für Gesundheit
  • 115: Kontaktvermittlung und allgemeine Erstinformation
  • https://www.115.de/

Informationen in leichter Sprache und für Gehörlose

Der Beratungsservice für Hörgeschädigte und Gehörlose wird vom Bundesministerium für Gesundheit angeboten:

Außerdem gibt es unter folgendem Link Videos in Gebärdensprachen zum Coronavirus: https://www.youtube.com/playlist?list=PL6W8NUmiDIpzNgkqZ4Nw7ZmOCe2UnoL9w

Informationen in Leichter Sprache sind unter folgendem Link zu finden: https://www.bundesgesundheitsministerium.de/coronavirus/coronavirus-leichte-sprache.html.