Kommunikation und juristische Prüfung beim Widerruf von Lebensversicherungen

Uns ist es wichtig, Ihnen und Ihrem Mandanten eine möglichst ausführliche und klare juristische Expertise zu vermitteln. In der Zusammenarbeit mit der Hasso24 GmbH legen wir wert auf eine eindeutige Aussage und Perspektive.  

Heute möchten wir Ihnen die drei häufigsten Ablehnungen erläutern, damit Sie ein Verständnis für die Jura erhalten. 

1. Korrekte Widerrufsbelehrung

Die Hasso24 GmbH lehnt Mandate ab, welche eine korrekte Widerrufsbelehrung beinhalten. Wenn diejenige Versicherungsgesellschaft den Versicherungsnehmer ordentlich belehrt hat, ist ein Widerspruch auf dieser Basis rechtlich nicht möglich.

Die wirtschaftliche Betrachtungsweise ist hier nicht maßgeblich, da keine juristische Grundlage für den Widerspruch existiert.

2. Versicherungsnehmer hat gewechselt

Ein Wechsel des Versicherungsnehmers hört sich nicht kompliziert an, aber es liegen mitunter mehr als 30 unterschiedliche Fallkonstellationen vor, bei welchen das Widerspruchsrecht aufgrund der Ausprägung verwirkt ist. Diese Mandate werden von der Hasso24 GmbH aufgrund der schlechten Erfolgsaussichten abgelehnt. An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass alle Verträge individuell geprüft werden und wir die volle juristische Expertise anwenden.

So kann es sein, dass Mandate durch einen zweiten oder dritten Anwalt kontrolliert werden.

Weiterhin ist zu beachten, dass das “ewige Widerrufsrecht” in keinem inhaltlichen Zusammenhang mit der “Verwirkung” steht.

3. Abtretung oder Policendarlehen

Liegt eine einfache/mehrfache Abtretung vor, lassen wir die Mandate sehr intensiv prüfen. So kommt es häufig zu einer Ablehnung durch Verwirkung, aber es gibt auch Fälle die nicht per se zur Verwirkung führen.

Dies ist nicht der Fall, wie das Oberlandesgericht München (OLG München, Beschluss vom23.11.2017, 25 U 2700/17) entschieden hat. Denn der Bundesgerichtshof hat klar festgestellt, dass der einmalige Einsatz der Lebensversicherung als Kreditmittel nicht zwangsläufig einen gravierenden Umstand bedeutet, der zur Verwirkung führt (s. hierzu BGH, Urteil vom 01.06.2016,  IV ZR482/14, VersR 2017, 257, Rn. 24).